Donnerstag, 26.01.2012
Maus-Business im Umbruch
Tabletboom führt zu einer gesunkenen Nachfrage nach traditionellen Mäusen. Der Maus-König Logitech leidet darunter. Logitech, der grösste Computermaushersteller der Welt, blickt sorgenvoll auf die nächsten Quartale. Das schweizerisch-kalifornische
Unternehmen hat die Umsatz- und Gewinnerwartungen aufgrund des schwachen Euros erneut zurückgeschraubt. "Der Euro ist bedeutend schwächer geworden in den letzten drei Monaten", sagte der interimistische CEO Guerrino De Luca in einem Statement. Die Kunden sind zudem offenbar bei Webcams, Fernbedienungen und bei gewissen Mäusen zurückhaltend. Logitech verkauft zwar auch Tablet-Zubehör und profitiert so vom Boom rund um iPad & Co, doch andererseits kaufen Kunden, die touchfähige Geräte haben, selten eine Maus. Kabellose Mäuse und Tastaturen für Tablets sind jedoch gefragt. De Luca hat den Ausbau des Portfolios für Smartphones und Tablets mittlerweile zur Chefsache erklärt. Für das laufende Geschäftsjahr, das am 31. März endet, erwartet Logitech einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar bei einem operativen Gewinn von 60 Millionen Dollar. Logitech
hatte bereits im September den Forecast gesenkt, damals auf 2,4 Milliarden Dollar und 90 Millionen Dollar Betriebsgewinn. Logitech hat die Umsatz- und Gewinnerwartungen seit dem Juli 2011 mittlerweile bereits zum dritten Mal nach unten korrigiert. Im dritten Quartal, das am 31. Dezember 2011 endete, sank der Gewinn im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 55 Millionen Dollar. Der Umsatz ging um 5 Prozent auf 715 Millionen Dollar zurück. (mim)
