Donnerstag, 26.01.2012  
Exklusiv! Tessiner KB entscheidet sich für Avaloq von B-Source  
Die BancaStato will in den nächsten Jahren das bestehende Olympic-System ablösen und Avaloq einführen. Der Tessiner Dienstleister B-Source kommt zum Handkuss.
 
Nach monatelanger Evaluation hat sich die Tessiner Kantonalbank (BancaStato) nun im Grundsatz für eine neue Kernbankensoftware entschieden. Die Bank wird vom bestehenden Olympic Banking System des Genfer Softwareherstellers Eri auf den "B-Source Master powered by Avaloq" migrieren. Eine entsprechende Absichtserklärung ist unterzeichnet worden. Dies bestätigte heute B-Source-Chef Markus Gröninger gegenüber inside-it.ch. Nun gehe es darum, die Einzelheiten des Vertrags auszuhandeln.
 
Für den Tessiner Banken-Dienstleister B-Source ist der Deal prestigeträchtig. Das bislang vorwiegend auf Privatbanken fokussierte Unternehmen unternimmt nun einen ersten grossen Schritt in die Kantonalbanken-Welt. Bei B-Source dürfte man sich zudem darüber im Klaren sein, dass ein solcher Deal vor einem halben Jahr undenkbar gewesen wäre. Damals gehörte B-Source noch vollständig der Tessiner Bank BSI, also der Konkurrenz der BancaStato. Im August hat der Zürcher Softwarehersteller Avaloq dann die Mehrheit von B-Source übernommen. Die BSI besitzt allerdings noch immer 49 Prozent der Anteile.
 
Für Avaloq kommt der Entscheid der BancaStato zu einem besonderen Zeitpunkt. Erst vor einer Woche hatte der Softwarehersteller den Abbau von 120 Stellen in der Schweiz bekannt gegeben. (Maurizio Minetti)